Wichtigkeit des Bremsflüssigkeitswechsels für die Sicherheit Ihres Fahrzeugs in Berlin
- 11. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Ein sicherer Bremsvorgang hängt maßgeblich von der Qualität der Bremsflüssigkeit ab. Bremsflüssigkeit sollte in der Regel alle zwei Jahre gewechselt werden, um die volle Funktionsfähigkeit des Bremssystems zu gewährleisten. In einer Stadt wie Berlin, mit häufigem Stop-and-Go-Verkehr und vielen Ampeln, ist dieser Wartungsschritt besonders wichtig.
Warum verschlechtert sich Bremsflüssigkeit im Laufe der Zeit?
Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch, das heißt, sie zieht Feuchtigkeit aus der Umgebung an. Diese Eigenschaft führt dazu, dass sich im Laufe der Zeit Wasser in der Bremsflüssigkeit ansammelt. Selbst wenn das Fahrzeug nicht viel gefahren wird, nimmt die Bremsflüssigkeit Feuchtigkeit auf.
Das Wasser in der Bremsflüssigkeit hat mehrere negative Effekte:
Senkung des Siedepunkts: Wasser verdampft bei niedrigeren Temperaturen als Bremsflüssigkeit. Bei starker Bremsbelastung, wie sie im Stadtverkehr häufig vorkommt, kann die Flüssigkeit überhitzen und Dampfblasen bilden.
Korrosion im Bremssystem: Feuchtigkeit fördert Rostbildung an wichtigen Bauteilen wie Bremsleitungen und Zylindern.
Verschlechterte Bremsleistung: Dampfblasen sind komprimierbar, was zu einem schwammigen Pedalgefühl und verlängerten Bremswegen führt.
Risiken bei vernachlässigtem Bremsflüssigkeitswechsel
Wenn die Bremsflüssigkeit nicht regelmäßig gewechselt wird, steigt das Risiko von Bremsversagen deutlich an. Besonders in Berlin, wo häufiges Bremsen und Anfahren im dichten Verkehr Alltag sind, kann dies gefährlich werden.
Beispiele aus dem Alltag:
Ampelstopps: Beim abrupten Anhalten an einer roten Ampel kann eine alte Bremsflüssigkeit Dampfblasen bilden, was zu einem verzögerten Bremsvorgang führt.
Stauverkehr auf der Stadtautobahn: Häufiges Bremsen bei zähfließendem Verkehr erwärmt die Bremsflüssigkeit. Ist diese mit Wasser belastet, kann die Bremswirkung plötzlich nachlassen.
Notbremsungen: Im Ernstfall zählt jede Sekunde. Eine verschlissene Bremsflüssigkeit kann den Bremsweg um mehrere Meter verlängern und so Unfälle verursachen.
Wie erkennt man, dass die Bremsflüssigkeit gewechselt werden muss?
Einige Anzeichen deuten auf eine schlechte Bremsflüssigkeit hin:
Schwammiges oder weiches Bremspedalgefühl
Verlängerte Bremswege
Warnleuchte im Armaturenbrett (Bremsflüssigkeitswarnung)
Sichtbare Verunreinigungen oder dunkle Farbe der Bremsflüssigkeit im Ausgleichsbehälter
Trotz dieser Hinweise ist eine regelmäßige Kontrolle und ein planmäßiger Wechsel alle zwei Jahre die sicherste Methode, um Probleme zu vermeiden.

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Praktische Tipps für Berliner Autofahrer
Planen Sie den Wechsel alle zwei Jahre ein, auch wenn keine Symptome auftreten.
Nutzen Sie Werkstätten, die mit modernen Diagnosegeräten den Feuchtigkeitsgehalt der Bremsflüssigkeit messen können.
Achten Sie bei häufigem Stadtverkehr auf eine frühere Kontrolle, da Stop-and-Go-Bedingungen die Bremsflüssigkeit stärker beanspruchen.
Vermeiden Sie es, Bremsflüssigkeit selbst zu wechseln, wenn Sie keine Erfahrung haben. Fehler können die Sicherheit beeinträchtigen.
Zusammenfassung und Checkliste
Ein regelmäßiger Bremsflüssigkeitswechsel ist ein wichtiger Beitrag zur Fahrsicherheit, besonders in einer Großstadt wie Berlin. Die Feuchtigkeitsaufnahme in der Bremsflüssigkeit senkt den Siedepunkt und erhöht das Risiko von Bremsversagen.
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